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Referat – Prof. Dr. Hans Ulrich Gumbrecht
Hans Ulrich Gumbrecht untersucht am Beispiel der Troubadours, was vom gesprochenen und gesungenen Wort in der Schrift bleibt – und was von Klang, Ritual und Ekstase unwiederbringlich verloren geht.
Die verstummte Ekstase der Troubadour-Texte – Eine Übung in historischer Einbildungskraft
Der international renommierte Literatur- und Kulturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht beleuchtet das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache. Am Beispiel der Troubadours fragt er danach, was vom flüchtigen gesprochenen und gesungenen Wort bleibt, wenn es schriftlich überliefert wird – und was dabei unwiederbringlich verloren geht.
Unser sedimentiertes Bildungswissen über die Troubadours, die im 12. Jahrhundert vor allem in provenzalischer Sprache sangen, geht auf Handschriftentexte zurück, die in den folgenden Jahrhunderten entstanden. Autoren und Gelehrte der Romantik entdeckten diese Texte wieder und interpretierten sie nach ihren eigenen ästhetischen Prämissen. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis eingestellt, dass uns die hinter jenen Texten stehende Aufführungswirklichkeit nicht greifbar ist. Was bleibt, ist der Versuch, mit historischer Einbildungskraft die Musik, die Rituale und das ekstatische Erleben der Troubadours heraufzubeschwören.
Dauer: ca. 60 Minuten
Sprache: Deutsch
Der international renommierte Literatur- und Kulturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht beleuchtet das Verhältnis von gesprochener und geschriebener Sprache. Am Beispiel der Troubadours fragt er danach, was vom flüchtigen gesprochenen und gesungenen Wort bleibt, wenn es schriftlich überliefert wird – und was dabei unwiederbringlich verloren geht.
Unser sedimentiertes Bildungswissen über die Troubadours, die im 12. Jahrhundert vor allem in provenzalischer Sprache sangen, geht auf Handschriftentexte zurück, die in den folgenden Jahrhunderten entstanden. Autoren und Gelehrte der Romantik entdeckten diese Texte wieder und interpretierten sie nach ihren eigenen ästhetischen Prämissen. Mittlerweile hat sich die Erkenntnis eingestellt, dass uns die hinter jenen Texten stehende Aufführungswirklichkeit nicht greifbar ist. Was bleibt, ist der Versuch, mit historischer Einbildungskraft die Musik, die Rituale und das ekstatische Erleben der Troubadours heraufzubeschwören.
Dauer: ca. 60 Minuten
Sprache: Deutsch