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Lesung
Vom Faschismus sprechen?
Die Stürme der Gegenwart spülen Ideologien wieder an die Oberfläche, die offenbar zu früh für tot erklärt wurden.
Die Stürme der Gegenwart spülen Ideologien wieder an die Oberfläche, die offenbar zu früh für tot erklärt wurden. Wie finden wir angemessene Worte für – und vielleicht auch gegen – die autoritären Antworten auf die Krisen unserer Zeit? Der Begriff der «Faschisierung» versucht, aktuelle Entwicklungen zu beschreiben, ohne sie mit dem historischen Faschismus gleichzusetzen. Eva von Redecker zeigt in ihrem gleichnamigen Essay, wie der «Drang nach Härte» die neuen Autoritarismen prägt. Morten Paul beschäftigt sich damit, wie bereits historisch um den Begriff des «Faschismus» gerungen wurde, und Asal Dardan fordert: Statt nur «Nie wieder. zu sagen, braucht es eine «Gegenwehr im Jetzt». Gemeinsam mit Anna Jikhareva diskutieren sie, welche sprachlichen Werkzeuge wir brauchen, um die neuen Autoritarismen zu verstehen und ihnen entgegenzutreten.
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Asal Dardan kam in Teheran zur Welt und wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute auf der schwedischen Insel Öland. Für ihren TextNeue Jahrewurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr EssaybandBetrachtungen einer Barbarin(2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2025 erschien ihr zweites BuchTraumaland.Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwartim Rowohlt Verlag.Als Übersetzerin hat sie unter anderem Romane von Chimamanda Ngozi Adichie, Namwali Serpell und Imani Thompson ins Deutsche übertragen. Zuletzt erschien der gemeinsam mit Lena Gorelik, Dietmar Süß und Shelly Kupferberg im S. Fischer Verlag realisierte BandGegenwehr im Jetzt – Ein Gespräch über Erinnerung, Demokratie und Solidarität.
Stand:Oktober 2026
Morten Paul (*1987 in Dortmund) ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Er arbeitet zur Ideen- und Theoriegeschichte des 20. Jahrhunderts. In diesem Kontext hat er eine Reihe von Beiträgen zur Geschichte der Faschismustheorie vorgelegt: Zuletzt publiziert wurde der BandWas war Faschismustheorie?(2025) sowie das gemeinsam mit Elena Stingl verfasste Nachwort zur Neuausgabe von Georges BataillesDie psychologische Struktur des Faschismus(2025). Im Winter erscheint ausserdem ein gemeinsam mit dem Historiker Fernando Esposito herausgegebener Reader zum Thema. Zuvor arbeitete Morten Paul als Lektor unter anderem bei Matthes & Seitz Berlin und war Mitherausgeber des August Verlags. Mit dem Veranstaltungskollektiv diffrakt betreibt er einen Theorieraum in Berlin-Schöneberg.
Stand: Oktober 2026
Eva von Redecker (*1982) ist Philosophin und freie Autorin. Sie forscht und schreibt zu Kritischer Theorie, Feminismus, Kapitalismuskritik und Autoritarismus. Nach Stationen an der Humboldt-Universität, in Cambridge, New York und Verona publiziert sie u.a. für die Zeit, The Guardian und das Philosophische Magazin. Zuletzt erschienen bei S. FischerBleibefreiheitundRevolution für das Leben. Aufgewachsen auf einem Biohof, lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.
Stand: Oktober 2026
Anna Jikhareva hat in Maastricht, Granada und Zürich Europawissenschaften und Internationale Beziehungen studiert. Seit 2015 ist sie Politikjournalistin bei der WOZ in Zürich.
Stand: Oktober 2026
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Asal Dardan kam in Teheran zur Welt und wuchs in Köln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund und lebt heute auf der schwedischen Insel Öland. Für ihren TextNeue Jahrewurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Ihr EssaybandBetrachtungen einer Barbarin(2021) war für den Deutschen Sachbuchpreis und den Clemens-Brentano-Preis nominiert. Im Mai 2023 hielt sie die erste Erika-Mann-Lecture an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2025 erschien ihr zweites BuchTraumaland.Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwartim Rowohlt Verlag.Als Übersetzerin hat sie unter anderem Romane von Chimamanda Ngozi Adichie, Namwali Serpell und Imani Thompson ins Deutsche übertragen. Zuletzt erschien der gemeinsam mit Lena Gorelik, Dietmar Süß und Shelly Kupferberg im S. Fischer Verlag realisierte BandGegenwehr im Jetzt – Ein Gespräch über Erinnerung, Demokratie und Solidarität.
Stand:Oktober 2026
Morten Paul (*1987 in Dortmund) ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und derzeit Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Er arbeitet zur Ideen- und Theoriegeschichte des 20. Jahrhunderts. In diesem Kontext hat er eine Reihe von Beiträgen zur Geschichte der Faschismustheorie vorgelegt: Zuletzt publiziert wurde der BandWas war Faschismustheorie?(2025) sowie das gemeinsam mit Elena Stingl verfasste Nachwort zur Neuausgabe von Georges BataillesDie psychologische Struktur des Faschismus(2025). Im Winter erscheint ausserdem ein gemeinsam mit dem Historiker Fernando Esposito herausgegebener Reader zum Thema. Zuvor arbeitete Morten Paul als Lektor unter anderem bei Matthes & Seitz Berlin und war Mitherausgeber des August Verlags. Mit dem Veranstaltungskollektiv diffrakt betreibt er einen Theorieraum in Berlin-Schöneberg.
Stand: Oktober 2026
Eva von Redecker (*1982) ist Philosophin und freie Autorin. Sie forscht und schreibt zu Kritischer Theorie, Feminismus, Kapitalismuskritik und Autoritarismus. Nach Stationen an der Humboldt-Universität, in Cambridge, New York und Verona publiziert sie u.a. für die Zeit, The Guardian und das Philosophische Magazin. Zuletzt erschienen bei S. FischerBleibefreiheitundRevolution für das Leben. Aufgewachsen auf einem Biohof, lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.
Stand: Oktober 2026
Anna Jikhareva hat in Maastricht, Granada und Zürich Europawissenschaften und Internationale Beziehungen studiert. Seit 2015 ist sie Politikjournalistin bei der WOZ in Zürich.
Stand: Oktober 2026