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Konzert
ORGEL•PUNKT 12 im Basler Münster: BACH & ITALIEN
Der italienische Meisterorganist Enrico Viccardi aus Parma spielt Meisterwerke von Bach und der italienischen Romantiker Vincenzo Petrali, Marco Enrico Bossi und Oreste Ravanello.
Passend zu den sommerlichen Temperaturen gibt es ein freudiges Wiederhören mit dem italienischen Meisterorganisten Prof. Enrico Viccardi aus Parma. Er spielt ein kurzweiliges Programm mit Meisterwerken von Bach (Praeludium et Fuga G-dur BWV 541) und der italienischen Romantiker Vincenzo Petrali, Marco Enrico Bossi und Oreste Ravanello.
Der Schwerpunkt seines Programmes liegt auf dem italienischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts und beginnt mit Praeludium et Fuga G-Dur BWV 541 von Johann Sebastian Bach (1685–1750), einem äusserst fröhlichen Stück, das vom „Concertante“-Stil Antonio Vivaldis inspiriert ist. Die Fuge behält den mitreissenden Charakter des Praeludiums bei, wobei das Thema aus dem ersten Chor der Kantate BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“ stammt, in der es jedoch in Moll steht. Nach der Verwandlung in Dur strahlt es voller Zuversicht. „Meine Seele erhebt den Herren“ BWV 648 findet sich in den sog. Schübler-Chorälen – der cantus firmus ist das gregorianische Magnificat im „tonus peregrinus“. Das Ricercare a-moll von Vincenzo Antonio Petrali (1830–1889) ist für die Elevation in der katholischen Messe bestimmt. Das Stück wechselt auf eindrucksvolle Weise zwischen „modernen“ Harmonien und Modulationen und einem zugleich strengen und lyrischen Kontrapunkt. Das Scherzo g-moll op. 49 Nr. 2 von Marco Enrico Bossi (1861–1925) entfaltet Flötenklänge in einer Abfolge brillanter und leichter Figurationen, die in einen überraschenden Schluss münden. Das „Colloquio colle Rondini“, op. 140 Nr. 2 (aus den „Momenti francescani“), ist hingegen von der Predigt des Heiligen Franziskus an die Vögel inspiriert. Durch den Wechsel zwischen Zungenregistern und zarteren Grundstimmen erinnert die Orgel an das Zwitschern der Schwalben im Spannungsfeld zwischen naturalistischer und spiritueller Suggestivität. Oreste Ravanello (1871–1938) beschliesst das Programm mit dem Hymnus „Gloria Christus resurrexit!“ op. 50. Als bedeutender Vertreter der „Cäcilianischen Bewegung“ komponierte er ein „sinfonisches“ Werk, das den Einsatz typischer Register jener Orgeln vorschreibt, die sich in Italien gerade durchzusetzen begannen und sich damit gänzlich von der Tradition des 19. Jahrhunderts abheben wollten. Das Stück endet feierlich und freudig im vollen Klang der grössten und vielseitigsten Orgel der Region, der Mathis-Orgel des Jahres 2003 im Basler Münster, der grössten und vielseitigsten Orgel der Region.
ENRICO VICCARDI ist einer der angesehensten und kenntnisreichsten italienischen Konzertorganisten seiner Generation. Seine rege internationale Konzerttätigkeit, Master Classes und Festivalverpflichtungen führten ihn u.a. zur renommierten Reihe Musica e poesia in San Maurizio in Mailand, Accademia di Pistoia und zu renommierten Orgelfestivals u.a. in Venedig, Cremona, Trient, Bozen, Colorno, Paola, Napoli, La Chaise Dieu, Cannes, Montpellier, Lavaur, Granada, Asturien, Barcelona, Andorra, Lissabon, Berlin (Konzerthaus), Roma, Malmö, auf die Azoren und nach Alma-Ata. Nach Orgelstudien am Konservatorium zu Piacenza mit höchster Auszeichnung bildete er sich bei Orgellegenden wie Michael Radulescu in Wien, Jean Langlais, Daniel Roth und besonders bei L. F. Tagliavini an der Accademia di Musica Italiana per Organo in Pistoia weiter. Zahlreiche Radio-, CD- und DVD-Einspielungen, darunter eine Einspielung der Orgelwerke Bachs auf historischen und neueren italienischen Instrumenten dokumentieren seine hervorragende künstlerische Vielseitigkeit. Bei Brilliant Classics etwa sind die Werke von Tarquinio Merula und Bernardo Storace erschienen. Er ist Präsident der Musikvereinigung Accademia Maestro Raro von Casalpusterlengo, künstlerische Leiter der Percorsi d'Organo in provincia di Como und des Orgelherbstes in der Provinz von Lodi. Darüber hinaus lehrt als Dozent der Vereinigung Marc'Antonio Ingegneri zu Cremona und unterrichtet als Professor für Orgel und Orgelkomposition am Konservatorium zu Parma.
www.enricoviccardi.com
ORGEL•PUNKT 12: Samstags nach dem Mittagsgeläut: 30 Minuten Orgelmusik, abwechslungsreiche Programme, international renommierte Konzertorganisten – Zeit zum Auftanken, zu Erholung und Inspiration: Der tausendjährige «Klangraum Münster» ist in diesem Format bei Einheimischen und Touristen gleichermassen beliebt. An der grössten und vielseitigsten Orgel der Region erklingt in 19 Konzerten eine bunte Mischung von Werken alter Meister, von Bach, Mozart und Romantikern bis hin zu Messiaen und Avantgarde. Neben Münsterorganist Andreas Liebig sind illustre Gäste aus dem In- und Ausland zu hören.
Herzlich willkommen im Klangraum Münster!
Der Schwerpunkt seines Programmes liegt auf dem italienischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts und beginnt mit Praeludium et Fuga G-Dur BWV 541 von Johann Sebastian Bach (1685–1750), einem äusserst fröhlichen Stück, das vom „Concertante“-Stil Antonio Vivaldis inspiriert ist. Die Fuge behält den mitreissenden Charakter des Praeludiums bei, wobei das Thema aus dem ersten Chor der Kantate BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“ stammt, in der es jedoch in Moll steht. Nach der Verwandlung in Dur strahlt es voller Zuversicht. „Meine Seele erhebt den Herren“ BWV 648 findet sich in den sog. Schübler-Chorälen – der cantus firmus ist das gregorianische Magnificat im „tonus peregrinus“. Das Ricercare a-moll von Vincenzo Antonio Petrali (1830–1889) ist für die Elevation in der katholischen Messe bestimmt. Das Stück wechselt auf eindrucksvolle Weise zwischen „modernen“ Harmonien und Modulationen und einem zugleich strengen und lyrischen Kontrapunkt. Das Scherzo g-moll op. 49 Nr. 2 von Marco Enrico Bossi (1861–1925) entfaltet Flötenklänge in einer Abfolge brillanter und leichter Figurationen, die in einen überraschenden Schluss münden. Das „Colloquio colle Rondini“, op. 140 Nr. 2 (aus den „Momenti francescani“), ist hingegen von der Predigt des Heiligen Franziskus an die Vögel inspiriert. Durch den Wechsel zwischen Zungenregistern und zarteren Grundstimmen erinnert die Orgel an das Zwitschern der Schwalben im Spannungsfeld zwischen naturalistischer und spiritueller Suggestivität. Oreste Ravanello (1871–1938) beschliesst das Programm mit dem Hymnus „Gloria Christus resurrexit!“ op. 50. Als bedeutender Vertreter der „Cäcilianischen Bewegung“ komponierte er ein „sinfonisches“ Werk, das den Einsatz typischer Register jener Orgeln vorschreibt, die sich in Italien gerade durchzusetzen begannen und sich damit gänzlich von der Tradition des 19. Jahrhunderts abheben wollten. Das Stück endet feierlich und freudig im vollen Klang der grössten und vielseitigsten Orgel der Region, der Mathis-Orgel des Jahres 2003 im Basler Münster, der grössten und vielseitigsten Orgel der Region.
ENRICO VICCARDI ist einer der angesehensten und kenntnisreichsten italienischen Konzertorganisten seiner Generation. Seine rege internationale Konzerttätigkeit, Master Classes und Festivalverpflichtungen führten ihn u.a. zur renommierten Reihe Musica e poesia in San Maurizio in Mailand, Accademia di Pistoia und zu renommierten Orgelfestivals u.a. in Venedig, Cremona, Trient, Bozen, Colorno, Paola, Napoli, La Chaise Dieu, Cannes, Montpellier, Lavaur, Granada, Asturien, Barcelona, Andorra, Lissabon, Berlin (Konzerthaus), Roma, Malmö, auf die Azoren und nach Alma-Ata. Nach Orgelstudien am Konservatorium zu Piacenza mit höchster Auszeichnung bildete er sich bei Orgellegenden wie Michael Radulescu in Wien, Jean Langlais, Daniel Roth und besonders bei L. F. Tagliavini an der Accademia di Musica Italiana per Organo in Pistoia weiter. Zahlreiche Radio-, CD- und DVD-Einspielungen, darunter eine Einspielung der Orgelwerke Bachs auf historischen und neueren italienischen Instrumenten dokumentieren seine hervorragende künstlerische Vielseitigkeit. Bei Brilliant Classics etwa sind die Werke von Tarquinio Merula und Bernardo Storace erschienen. Er ist Präsident der Musikvereinigung Accademia Maestro Raro von Casalpusterlengo, künstlerische Leiter der Percorsi d'Organo in provincia di Como und des Orgelherbstes in der Provinz von Lodi. Darüber hinaus lehrt als Dozent der Vereinigung Marc'Antonio Ingegneri zu Cremona und unterrichtet als Professor für Orgel und Orgelkomposition am Konservatorium zu Parma.
www.enricoviccardi.com
ORGEL•PUNKT 12: Samstags nach dem Mittagsgeläut: 30 Minuten Orgelmusik, abwechslungsreiche Programme, international renommierte Konzertorganisten – Zeit zum Auftanken, zu Erholung und Inspiration: Der tausendjährige «Klangraum Münster» ist in diesem Format bei Einheimischen und Touristen gleichermassen beliebt. An der grössten und vielseitigsten Orgel der Region erklingt in 19 Konzerten eine bunte Mischung von Werken alter Meister, von Bach, Mozart und Romantikern bis hin zu Messiaen und Avantgarde. Neben Münsterorganist Andreas Liebig sind illustre Gäste aus dem In- und Ausland zu hören.
Herzlich willkommen im Klangraum Münster!