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Konzert
Wiener Domorganist beim ORGEL•PUNKT 12 im Basler Münster
Der Wiener Domorganist Ernst Wally spielt Werke von Böhm, Bach, Mendelssohn Bartholdy, Franz Schmidt (Toccata) und Manfred Kluge.
Der Wiener Domorganist Ernst Wally spielt Bearbeitungen des Luther-Chorals "Vater uns im Himmelreich" von Georg Böhm, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy (VI. Orgelsonaten d-moll) und Manfred Kluge. Dessen "Neun Strophen" zeugen von Kluges geistiger Durchdringung. Die Grundthemen von Manfred Kluges Leben, seinem Tod und seiner Musik sind wie zusammengefasst in seiner Einführung zum 1963 entstandenen Orgelwerk Vater unser im Himmelreich – neun Strophen für Orgel: „Dieselbe Liedmelodie (des Lutherliedes von 1539) ist neunmal verwendet. Verfremdet bei den Rahmenstücken I (Anruf) und IX (Amen), in Verbergung zitiert bei den Innenstrophen, welche die sieben Bitten des Vaterunsers darstellen.
1. Bitte (um Klarheit) – freies Spiel rhythmisch atmender Gruppen.
2. Bitte (um Erfüllung) – Gegenmelodie, aus dem Weiten kommend.
3. Bitte (um Güte) – heftige Motive in rhythmischen Kanons, in Direktspiegelung und Verzerrung. Zweimal unterbrochen von dunkler Ruhe.
4. Bitte (ums Nährende) – über kreisender Baßreihe (Symbol gemessener Zeit) Gespinste aus farbigen Figuren, scheinbar irrational, Lichtspiele, Blütenstaub...
5. Bitte (um Freiheit) – espressivo, Kanon im Tritonus (tonales Symbol einer Zange), bedrängende Einsätze des „comes“.
6. Bitte (um Durchblick) – gehetzte 5/8-Rhythmik, ostinates Rotieren, mitgeschleifter Choral. Nein-Schrei. Wenig Balsam.
7. Bitte (um Leben, um Liebe) – Melodie gestammelt, etwas irr, lindernde Gebärden in den harmonischen Gegenschichten.“
Als festlicher Ausklang ist Franz Schmidts virtuose Toccata in C-dur zu hören.
Ernst Wally, geb. 1976 in Wien, ist Absolvent des Wiener Musikgymnasiums. Er studierte Orgel (Franz Falter, Michael Radulescu), Komposition (Dietmar Schermann, Michael Jarrell, Frédéric Durieux), Kirchenmusik und Musikerziehung. Nach seiner Tätigkeit als liturgischer Organist an verschiedenen renommierten Kirchen Wiens erfolgte seine Berufung an den Wiener Stephansdom zunächst als Assistent der Dommusik, 2010 als hauptamtlicher Organist an St. Stephan, im Jahr 2016 erfolgte seine Ernennung zum Domorganisten zu St. Stephan/Wien.
Ernst Wally übt eine rege internationale Tätigkeit als Konzertorganist aus, darüber wirkte er mehrfach beim Radio Symphonieorchester Wien, den Wiener Symphonikern und dem Tonkünstler-Orchester mit und wurde von der Gesellschaft der Musikfreunde engagiert. Ernst Wally komponierte Werke verschiedenster Gattungen. Aufführungen seiner Werke erfolgten bislang in verschiedenen Ländern Europas und in Chile; Aufträge erhielt er unter anderem für das Festival "Carinthischer Sommer".
1. Bitte (um Klarheit) – freies Spiel rhythmisch atmender Gruppen.
2. Bitte (um Erfüllung) – Gegenmelodie, aus dem Weiten kommend.
3. Bitte (um Güte) – heftige Motive in rhythmischen Kanons, in Direktspiegelung und Verzerrung. Zweimal unterbrochen von dunkler Ruhe.
4. Bitte (ums Nährende) – über kreisender Baßreihe (Symbol gemessener Zeit) Gespinste aus farbigen Figuren, scheinbar irrational, Lichtspiele, Blütenstaub...
5. Bitte (um Freiheit) – espressivo, Kanon im Tritonus (tonales Symbol einer Zange), bedrängende Einsätze des „comes“.
6. Bitte (um Durchblick) – gehetzte 5/8-Rhythmik, ostinates Rotieren, mitgeschleifter Choral. Nein-Schrei. Wenig Balsam.
7. Bitte (um Leben, um Liebe) – Melodie gestammelt, etwas irr, lindernde Gebärden in den harmonischen Gegenschichten.“
Als festlicher Ausklang ist Franz Schmidts virtuose Toccata in C-dur zu hören.
Ernst Wally, geb. 1976 in Wien, ist Absolvent des Wiener Musikgymnasiums. Er studierte Orgel (Franz Falter, Michael Radulescu), Komposition (Dietmar Schermann, Michael Jarrell, Frédéric Durieux), Kirchenmusik und Musikerziehung. Nach seiner Tätigkeit als liturgischer Organist an verschiedenen renommierten Kirchen Wiens erfolgte seine Berufung an den Wiener Stephansdom zunächst als Assistent der Dommusik, 2010 als hauptamtlicher Organist an St. Stephan, im Jahr 2016 erfolgte seine Ernennung zum Domorganisten zu St. Stephan/Wien.
Ernst Wally übt eine rege internationale Tätigkeit als Konzertorganist aus, darüber wirkte er mehrfach beim Radio Symphonieorchester Wien, den Wiener Symphonikern und dem Tonkünstler-Orchester mit und wurde von der Gesellschaft der Musikfreunde engagiert. Ernst Wally komponierte Werke verschiedenster Gattungen. Aufführungen seiner Werke erfolgten bislang in verschiedenen Ländern Europas und in Chile; Aufträge erhielt er unter anderem für das Festival "Carinthischer Sommer".