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Lesung
Wenkenhofgespräche: Wie viel Angst erträgt die Gesellschaft?
Reithalle Wenkenhof
Hellring 41, 4125 Riehen
Eine Podiumsdiskussion mit Harald Welzer, Elisabeth Raffauf, Mathias Binswanger und Monika Bolliger, moderiert von Karin Frei.
Angst vor Kriegen, Klimawandel, sozialem Abstieg, KI, Migration und, und, und … Die Angst in vielerlei Gestalt hat uns fest im Griff. Mit ihr schwindet der Glaube an die Zukunft: Wie kommen wir da wieder raus? Ein Gespräch über Ohnmacht, Manipulation und Zuversicht mit Karin Frei und prominenten Gästen aus Wirtschaft, Soziologie, Psychologie und Medien.
Die permanente mediale Präsenz von Krisen und Katastrophen führt dazu, dass immer mehr Menschen sich vor schlechten Nachrichten schützen. Sie sind «News-Deprivierte». Gleichzeitig nehmen Angststörungen massiv zu. So der so: ein Gefühl der Ohnmacht macht sich bei vielen breit. Sowie Wut gegen «die da oben». Ist der Krisenmodus berechtigt? Und wenn ja, wie bleiben wir als Gesellschaft resilient und handlungsfähig?
Der deutsche Sozialpsychologe und Bestsellerautor Harald Welzer sagt, dass in den westeuropäischen Ländern der Glaube an die gute, fortschrittliche Zukunft erschüttert ist. Er plädiert in seinem aktuellen Buch «Haus der Gefühle» deshalb für sogenannte «gute Orte», die uns im Hier und Jetzt glücklich und damit handlungsfähig machen. Elisabeth Raffauf, Psychologin, Erziehungsexpertin und Autorin, weiss, wie die Weltlage und die Zukunftsangst von Kindern und Jugendlichen zusammenhängen. Sie sagt: «Die Bilderflut ist heute gewaltig. Kinder fragen sich, wie könnte mich z.B. der Krieg oder die Klimakrise direkt betreffen?» Nahostexpertin und Journalistin Monika Bolliger berichtet aus Krisengebieten und muss entscheiden, wie sie «schlechte Nachrichten» vermittelt. Gleichzeitig beobachtet sie, wie Angst politisch instrumentalisiert wird und wie Medien durch Negativschlagzeilen auf Clicks und Reichweite zielen. Ökonom und Autor Mathias Binswanger hat vielfach beschrieben, warum wachsender Wohlstand kein beruhigendes Zukunftsversprechen mehr ist, und empfiehlt andere Wege zu mehr Wohlbefinden.
Ängste können zu Lähmung, Rückzug oder gar zu antidemokratischen Haltungen führen aber auch zur treibenden Kraft für Veränderung werden. Moderatorin Karin Frei spricht mit ihren Gästen darüber, wie wir einen Weg finden zwischen berechtigter Sorge, alarmistischer Angstkultur und gelassener Widerstandskraft – und wie wir den Glauben an eine positive Zukunft bewahren.
Die Veranstaltung wird auf Video aufgezeichnet. Mit anschliessendem Apéro für alle Gäste.
Die permanente mediale Präsenz von Krisen und Katastrophen führt dazu, dass immer mehr Menschen sich vor schlechten Nachrichten schützen. Sie sind «News-Deprivierte». Gleichzeitig nehmen Angststörungen massiv zu. So der so: ein Gefühl der Ohnmacht macht sich bei vielen breit. Sowie Wut gegen «die da oben». Ist der Krisenmodus berechtigt? Und wenn ja, wie bleiben wir als Gesellschaft resilient und handlungsfähig?
Der deutsche Sozialpsychologe und Bestsellerautor Harald Welzer sagt, dass in den westeuropäischen Ländern der Glaube an die gute, fortschrittliche Zukunft erschüttert ist. Er plädiert in seinem aktuellen Buch «Haus der Gefühle» deshalb für sogenannte «gute Orte», die uns im Hier und Jetzt glücklich und damit handlungsfähig machen. Elisabeth Raffauf, Psychologin, Erziehungsexpertin und Autorin, weiss, wie die Weltlage und die Zukunftsangst von Kindern und Jugendlichen zusammenhängen. Sie sagt: «Die Bilderflut ist heute gewaltig. Kinder fragen sich, wie könnte mich z.B. der Krieg oder die Klimakrise direkt betreffen?» Nahostexpertin und Journalistin Monika Bolliger berichtet aus Krisengebieten und muss entscheiden, wie sie «schlechte Nachrichten» vermittelt. Gleichzeitig beobachtet sie, wie Angst politisch instrumentalisiert wird und wie Medien durch Negativschlagzeilen auf Clicks und Reichweite zielen. Ökonom und Autor Mathias Binswanger hat vielfach beschrieben, warum wachsender Wohlstand kein beruhigendes Zukunftsversprechen mehr ist, und empfiehlt andere Wege zu mehr Wohlbefinden.
Ängste können zu Lähmung, Rückzug oder gar zu antidemokratischen Haltungen führen aber auch zur treibenden Kraft für Veränderung werden. Moderatorin Karin Frei spricht mit ihren Gästen darüber, wie wir einen Weg finden zwischen berechtigter Sorge, alarmistischer Angstkultur und gelassener Widerstandskraft – und wie wir den Glauben an eine positive Zukunft bewahren.
Die Veranstaltung wird auf Video aufgezeichnet. Mit anschliessendem Apéro für alle Gäste.