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Lesung
Shida Bazyar: Die Lücken
Das Dorf «Heimesbach» gibt es nicht, und doch kommt es überall in Deutschland vor.
Das Dorf «Heimesbach» gibt es nicht, und doch kommt es überall in Deutschland vor. Spuren der NS-Vergangenheit sind hier sichtbar und zugleich totgeschwiegen: «Die, die hätten erzählen können, wollen nicht erzählen. Die, die hätten erzählen wollen, hat man ermordet. Der Ort bleibt der Ort, seine Strassen werden geebnet, auf den Ackerflächen entstehen neue Häuser.»
Shida Bazyar verdichtet in ihrem Roman die Chronik eines fiktiven Ortes aus wechselnden Perspektiven, von der Vorkriegszeit bis in die Gegenwart. Sie entlarvt sowohl die Illusion, die Vergangenheit sei abgeschlossen als auch die Banalisierung, alles sei nicht so schlimm gewesen. Und sie stellt die Frage nach dem Fundament, auf dem unser Heimatbegriff steht, sowie danach, wie eine Gemeinschaft die Gewalt rechtfertigt, die sie zum vermeintlichen Schutz gegen «andere» einsetzt.
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Shida Bazyar (*1988 in Hermeskeil) studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr DebütromanNachts ist es leise in Teheran(2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize.Drei Kameradinnenfolgte 2021 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt. Zuletzt erschien der RomanDie Lücken. Der Roman steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026.
Stand: Oktober 2026
Ana Sobral ist Literaturwissenschaftlerin, Dozentin für Postcolonial Studies an der Universität Basel und künstlerische Leiterin von Weiter Schreiben Schweiz. Sie bietet Lehrveranstaltungen und Workshops zu Postkolonialismus, Antirassismus und Rapmusik an.
Stand: Oktober 2026
Shida Bazyar verdichtet in ihrem Roman die Chronik eines fiktiven Ortes aus wechselnden Perspektiven, von der Vorkriegszeit bis in die Gegenwart. Sie entlarvt sowohl die Illusion, die Vergangenheit sei abgeschlossen als auch die Banalisierung, alles sei nicht so schlimm gewesen. Und sie stellt die Frage nach dem Fundament, auf dem unser Heimatbegriff steht, sowie danach, wie eine Gemeinschaft die Gewalt rechtfertigt, die sie zum vermeintlichen Schutz gegen «andere» einsetzt.
Mitwirkende und Zusatzinformationen:
Shida Bazyar (*1988 in Hermeskeil) studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr DebütromanNachts ist es leise in Teheran(2016) wurde mehrfach übersetzt und ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Uwe-Johnson-Förderpreis und der Nominierung zum International Booker Prize.Drei Kameradinnenfolgte 2021 und stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. 2023 wurde ihre Arbeit mit dem Ernst-Toller-Preis geehrt. Zuletzt erschien der RomanDie Lücken. Der Roman steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026.
Stand: Oktober 2026
Ana Sobral ist Literaturwissenschaftlerin, Dozentin für Postcolonial Studies an der Universität Basel und künstlerische Leiterin von Weiter Schreiben Schweiz. Sie bietet Lehrveranstaltungen und Workshops zu Postkolonialismus, Antirassismus und Rapmusik an.
Stand: Oktober 2026