Podcast-Folge 20

Zu Gast: Viviane Stappmanns, Co-Kuratorin der Ausstellung
«Garden Futures – Designing with Nature» im Vitra Design Museum.

Viviane Stappmanns und Katja im Oudolf-Garten auf dem Vitra Campus.

Darum geht es in dieser Folge

Spulen wir drei Jahre zurück: Während des Corona-Lockdowns war auch das Vitra Design Museum gezwungen, neue Wege zu gehen – und diese führten an die frische Luft: Auf dem Gelände des Vitra Campus entstand ein Garten, gestaltet vom niederländischen Landschaftsarchitekten Piet Oudolf.

Damit war der Samen gepflanzt, der jetzt in der Ausstellung Garden Futures – Designing with Nature Früchte trägt.

In der Ausstellung gibt es zwar keine Pflanzen, dafür viele Informationen zur Bedeutung von Gärten früher, heute und – als Schwerpunkt zum Schluss – morgen.

Im Garten tut sich bekanntlich immer etwas: es wird gesät, gewässert und gejätet.

Aber auch unsere Vorstellung davon, was einen Garten ausmacht, ist ständig im Wandel und muss gerade heute dringend hinterfragt werden. 

Friedrich August Krubsacius, Entwurf für einen unbekannten Garten, 1760 © SLUB Dresden / Deutsche Fotothek, 
Deutschland

Ging es früher darum, die Natur zu zähmen, ist heute Biodiversität gefragt. Und nicht nur das: Zwar werden Gartenzäune wohl kaum je abgeschafft werden, aber immer mehr Menschen sehen ihren eigenen Garten als Beitrag für das grosse Ganze.

«Die Welt als Garten», die Idee geht auf Gilles Clément zurück. Die Ausstellung gibt Menschen eine Stimme, die sich wie Clément den Kopf über die Zukunft des Gartens zerbrochen haben – aber auch solchen, die ganz konkrete Projekte auf die Beine stellen.

«Garden Futures – Designing with Nature» ist noch bis zum 3. Oktober 2023 im Vitra Design Museum zu sehen, ehe die Ausstellung auf Tour durch Finnland, Schweden, die Niederlande und Schottland geht.

Über Viviane Stappmanns

Viviane Stappmanns arbeitet seit 2013 am Vitra Design Museum, seit 2018 als Kuratorin. Sie studierte Journalistik und Interior Design an der RMIT School of Architecture and Urban Design in Melbourne, Australien, wo sie von 2002 bis 2009 als Dozentin für Theorie und Geschichte der Gestaltung tätig war. Von 2020 bis 2022 war sie Gastprofessorin an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.

Im Vitra Design Museum kuratierte sie die Ausstellungen «Christien Meindertsma: Beyond the Surface» (2018), «Lake Verea: Paparazza Moderna» (2018), «Alexandra Daisy Ginsberg: Better Nature» (2019) und «Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen» (2020). Zuletzt war sie Kuratorin der Ausstellungen «Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute» (2021).

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