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Verschiedene Rollen der Fasnächtler

Vom «Pfyffer» zum «Tambour» über den «Schnitzelbänggler» zum Guggenmusiker: Es gibt verschiedene Arten, aktiv an der Fasnacht teilzunehmen.

Über 300 Cliquen, Wagencliquen, Kutschen und Guggenmusiken melden sich jährlich für den offiziellen Cortège an. Zudem werden mehr als 200 Laternen für die Fasnacht von Hand bemalt. Und in den Gassen von Basel sind mehr als 100 Schnitzelbänggler sowie unzählige Einzelmasken und Grüppchen unterwegs, die auf die Teilnahme am Umzug verzichten.

Clique

Cliquen

Die ersten Cliquen entstanden etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts aus verschiedenen Basler Vereinen und Gesellschaften. Um 1870 wurden die ersten Gesellschaften gegründet, die den alleinigen Zweck hatten, an der Fasnacht teilzunehmen. Es waren oft Quartier- und Vorstadtvereinigungen, was sich in einigen Cliquennamen wie Stainlemer, Spale oder Glaibasler bis heute widerspiegelt. An den drei schönsten Tagen sind sie unterwegs mit Trommeln und Piccolos und bereichern das Fasnachtstreiben mit traditionellen Märschen und neueren Klängen.

Guggen

Guggenmusiken

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts haben Blechmusiken die Umzüge bereichert, und noch in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts waren an der Fasnacht Handharmonika- und Mandolinen-Gruppen zu sehen. Aus den Blechmusiken haben sich in der Folge die Guggenmusiken entwickelt. Rund 70 solcher Formationen mit über 2`000 Aktiven nehmen am Cortège teil und geben ihre Konzerte vor allem am Dienstagabend auf grossen Plätzen, aber auch in den überfüllten Wirtshäusern in der Innenstadt.

Wagencliquen

Wagencliquen

Stark geprägt wird der Cortège auch von den Wagencliquen, die mit aufwendigen und kunstvollen Fahrzeugen ebenfalls Sujets darstellen und ausspielen. Maskierte verteilen von den Wagen herunter Blumen, aber auch Orangen sowie weitere, meist ess- oder trinkbare Kleinigkeiten, immer begleitet von einem zünftigen Räpplisegen (einer Ladung Konfetti).

Schnitzelbänk

Schnitzelbänkler

Schnitzelbänkler nehmen das aktuelle Zeitgeschehen unter die Lupe. Jeder einzelne Vers behandelt ein anderes Sujet: Geschehnisse aus den Bereichen Politik, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft, die im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht haben. Die Verse sind kunstvoll gereimte Wortbeiträge, humorvoll, schneidend oder satirisch. Sie halten den Zuhörer in Bann bis hin zum befreienden Lachen bei der Schlusspointe. In den meisten Fällen wird der Vortrag von einem Instrument begleitet. Die Melodien sind teils überlieferte Bänkelsängerweisen, teils abgewandelte bekannte Volkslieder und Schlager. Sie sind vorwiegend abends in diversen Lokalitäten und Cliquenkellern anzutreffen.