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Traditionelle Fasnachtskostüme

An der Fasnacht sind die unterschiedlichsten Gestalten unterwegs. Einige davon blicken auf eine lange Tradition zurück, wir stellen Ihnen fünf davon vor. Teils entstammen sie der italienischen Commedia dell’arte, während andere auf lokale Gegebenheiten zurückzuführen sind.

Harlekin

Harlekin

Die Fasnachtsfigur «Harlekin» (ursprünglich Arlecchino genannt) stammt aus der Commedia dell'arte, wo sie als Dienerfigur galt. Das Kostüm des Harlekin zeichnet sich hauptsächlich durch den auffallenden Zweispitz aus, sowie Cape, Halskrause, Pompons und Pluderhose.

Waggis

Waggis

Die karikative Darstellung eines elsässischen Bauern aus dem 19. Jahrhundert war die Ausgangslage für den heutigen Waggis. Die Elsässer bezeichneten mit diesem Begriff Vagabunden oder Taglöhner. Bis heute gehört das laute und ruppige Auftreten genauso zu dieser Figur wie die typische Verkleidung. Das Kostüm wurde über die Jahre allerdings stark abgeändert. So wurde die Nase immer grösser und die Kleider nahmen unterschiedliche Farben an.

dummpeter

Dummpeter

Die Fasnachtsfigur Dummpeter war in den Vorkriegsjahren fast ausgestorben. Aber jetzt sieht man ihn wieder öfters an der Fasnacht. Sein Gesicht sieht kindlich und verträumt aus und aufgrund seiner Pausbacken präsentieren ihn oft Pfeifergruppen. Es ist nicht zweifelsfrei überliefert, wie er entstanden ist. Eine These besagt aber, dass er ursprünglich Drummpeter hiess und dieser Name im Laufe der Jahre in Dummpeter abgewandelt worden ist.

Alti-Dante

Alti Dante

Die Figur «Alti Dante» (Alte Tante) entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts und war Anfang des 20. Jahrhunderts sehr populär. Die Alti Dante ist die als karikative Darstellung einer vornehmen älteren Dame der Basler Oberschicht. Ihre Kleider und Accessoires erinnern oft auch an die Biedermeierzeit.

Ueli

Ueli

Der Ueli geht zurück auf den mittelalterlichen Hofnarren, an dessen Gewand sich sein Kostüm orientiert. So sind Oberteil wie Hose zweifarbig und auch er trägt Stoffhörner auf dem Kopf. Ein weiteres Merkmal sind die vielen Schellen, die am Kostüm befestigt sind. Dadurch ist ein Fasnächtler, der einen Ueli trägt, kaum zu überhören.

Blätzlibajass

Blätzlibajass

Der Blätzlibajass setzt sich aus den Worten Plätzli und Bajass zusammen. Bajass ist der baseldeutsche Ausdruck von Bajazzo, was ein italienischer Clown der Commedia dell’arte ist. Der Ausdruck «Blätzli» bezeichnet die Stoffstücke, die zu Hunderten oder gar Tausenden das Kostüm zieren.