Der Veranstaltungstermin liegt in der Vergangenheit. Alle Veranstaltungen »

Affenschande! Leben und Sterben eines spätmittelalterlichen Schosstiers

In Outlook/iCal übernehmen

Informationen

Bei Ausgrabungen am St. Alban-Graben entdeckten Archäologen 2020 in einem spätmittelalterlichen Latrinenturm das Skelett eines Affen. Der Fund ist europaweit eine Seltenheit.

Das Historische Museum zeigt in Kooperation mit der Archäologischen Bodenforschung in einer Kabinettausstellung, was die bisherigen Untersuchungen zutage gebracht haben.
Skelettvergleiche legen nahe, dass es sich beim Tier um einen Makaken handelt. Über das Küchengeschirr, das zusammen mit dem Kadaver in der Latrine entsorgt wurde, lässt sich der Tod des Affen in die Zeit um 1350–1400 datieren. Verheilte Knochenbrüche und Spuren von Entzündungen zeugen von einer wenig artgerechten Tierhaltung.
In der kleinen Präsentation sind nicht nur das Skelett des Affen und weitere Fundgegenstände zu sehen, sondern Bildmaterial und Schriftquellen beleuchten auch das kulturelle und soziale Umfeld, in dem der Affe als exotisches Schosstier sein Leben fristete.

Karte

Route berechnen